Dornwarze entfernen – Die Behandlung von Dornwarzen Altbewährte Hausmittel oder moderne Schulmedizin?

Dornwarzen kommen unter uns Menschen ziemlich häufig vor. Die meisten von uns bekommen irgendwann und bis zu einem bestimmten Alter welche. Dornwarzen sind harmlos, nicht lebensbedrohend aber äußerst unangenehm zu spüren. Die meist schmerzhaft auftretenden Hautbeulen, die hauptsächlich an Händen und Füßen entstehen können, werden durch das humane Papillomavirus (HPV) verursacht.

Dornwarze

Es gibt keine Heilung für HPV, daher ist die Behandlung darauf ausgerichtet, die Warze direkt zu entfernen. Und dafür gibt es neben modernen Behandlungsmethoden noch immer bewährte Hausmittel wie die fast schon „heilige“ Essenz Essig.

Welche Wirkung hat Essig auf die Dornwarze?

Moderne Behandlungen für Warzen umfassen: Einfrieren der Warzen, Salicylsäure enthaltende Cremes, Lasertherapie oder die klassische chirurgische Entfernung.

Dornwarze entfernen

Die Behandlung von Warzen kann jedoch teuer und schmerzhaft sein und erfordert manchmal mehrere Behandlungen. Selbst bei einer erfolgreichen Warzenbehandlung können die Warzen zurückkommen oder sich auf andere Körperbereiche ausbreiten.

Als altbewährtes Hausmittel gegen Dornwarzen wird der Essig seit Tausenden von Jahren verwendet, um eine Vielzahl von verschiedenen Beschwerden zu behandeln.

Denn Essig ist eine Säure (Essigsäure), so kann es einige Arten von Bakterien und Viren direkt bei Kontakt töten. Der Essig brennt und zerstört langsam die infizierte kranke Haut, wodurch die Warze abfällt, ähnlich wie es die Salicylsäure wirkt.

Hausmittel gegen Warzen

Die Reizung durch die Säuren stimuliert zudem auch die Fähigkeit Ihres Immunsystems, die Warze zu bekämpfen.

Behandlungsmethoden mit Apfelessig 

Zunächst musst du dich daran halten, dass die Materialien, die du für das Verfahren verwenden werden, ausschließlich nur für dieses Verfahren eingesetzt werden und absolut steril sein müssen. Wenn du es vielfältig verwendest, kann dies dazu führen, dass der Virus erneut auf der Haut erscheint. 

 

Methode 1

  • Wasche die mit dem Virus befallene Stelle gründlich aus. Du musst daran denken, auch deine Hände zu waschen, um zu vermeiden, dass Bakterien mit der Haut in Kontakt kommen.
  • Nimm eine Tasse Apfelessig und löse sie mit etwas Wasser auf.
  • Nun den Apfelessig mit Hilfe eines Wattebausches auf die betroffenen Stellen geben. Den Apfelessig auf der betroffenen Stelle der Haut ca. 20 Minuten einwirken lassen.
  • Dieses Verfahren kannst du jeden Tag wiederholen, bis du eine bemerkbare Änderung der Warzen siehst.

Warzenmittel

 

Methode 2

Falls du die 20 Minuten für jeden Tag nicht haben solltest, weil du zu sehr
beschäftigt bist, gibt es hier ein anderes Verfahren. Diese Methode wird dir erlauben, deine Warzen loszuwerden, während du schläfst.

  • Die betroffene Stelle erneut reinigen, um sicherzustellen, dass diese sauber ist. Die Hände ebenfalls gründlich waschen.
  • Verwende diesmal ungelösten, reinen Apfelessig und tränke diese in einen Wattebausch hinein.
  • Nun den Wattebausch auf die betroffene Stelle der Haut legen. Falls du mehrere Warzen an verschiedenen Stellen haben solltest, die entfernt werden müssen, kannst du pro Stelle jeweils einen getränkten Wattebausch anwenden. Lege einen Verband auf die Wattebällchen, um diese zu festigen. Bewahre den Verband mit dem Wattebausch darunter über Nacht auf. Am nächsten Tag kannst du diese entfernen und die Stelle etwas reinigen.
  • Diesen Vorgang kannst du jede Nacht vor dem Schlafengehen wiederholen, bis du eine Veränderung der Warzen beobachten kannst.
  • Die Warzen werden zunächst schwarz. Selbst wenn deine Warzen bereits begonnen haben, sich abzuschälen, solltest du mit der Warzenentfernung auf der Haut mit Hilfe von Apfelessig fortfahren. Und wenn deine Warzen bereits abgezogen sind, führe diesen Prozess auf den Stellen noch ein paar Tage als Prävention fort. Das wird dazu beitragen, dass der Virus nicht erneut entsteht.
  • Entsorge die Materialien, die du für den gesamten Vorgang eingesetzt hast.

Du solltest daran denken, dass bei den beiden genannten Methoden die Schmerzen, die Menschen dabei empfinden können, unterschiedlich sein können. Es gibt Fälle, bei denen Menschen überhaupt keine Schmerzen spüren, aber es gibt auch welche, bei denen die Durchführung des Eingriffs – besonders für Menschen mit vielen Warzen – schmerzhaft sein kann.

Vorsicht geboten

warze am FussSeit geraumer Zeit wird hauptsächlich der Apfelessig zur Behandlung von Plantar-Warzen verwendet. Denn Essig ist eine Säure (Essigsäure), so kann es einige Arten von Bakterien und Viren bei direktem Kontakt töten. Der Essig brennt aus und zerstört langsam die infizierte kranke Haut, wodurch die Warze ihre Versorgung verliert und allmählich abstirbt.

Aber nicht nur das. Die Reizung durch die Säuren stimuliert zudem auch die Fähigkeit deines gesamten Immunsystems, um die Warze zu bekämpfen.

Allerdings ist auch bei diesen Methoden etwas Vorsicht geboten. Essig ist zwar eine schwache Säure, die zwischen 4 und 8 Prozent Essigsäure enthält. Aber auch schwache Säuren können – bei unkontrollierter Anwendung – chemische Verbrennungen verursachen. Es gibt Studien darüber, dass der direkt angewendete Apfelessig auch chemische Verbrennungen verursachen kann, wenn er ungelöst auf die Haut aufgetragen und mit einem Verband bedeckt wird. Deshalb sollte -in jedem Fall vor dem Einsatz das Essig mit Wasser entsprechend neutralisiert werden.

 

 

© Autorin: Valeria Junker
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Gesund alt werden, das muss kein Traum sein. Tipps für’s Gesund sein und bleiben.

Die meisten Menschen kommen glücklicherweise gesund auf die Welt. Nun haben die Wissenschaftler der Uni Rotterdam gezeigt, dass sich bereits bei Babys anhand deren DNA, deren mögliches Lebensalter auf Plusminus fünf Jahre vorhersagen lässt. Wüsste man dieses von der DNA prognostizierte Alter, es würde dem einzelnen Menschen doch nichts bringen. Gibt es doch nur ein mögliches Alter an, das der Betreffende erreichen kann, wenn er entsprechend auf seine Gesundheit achtet und gesundheitsbewusst lebt.

richtige ernährung

Wer sich jedoch ungesund ernährt, zu viel Alkohol trinkt, nichts für die körperliche Fitness tut und übergewichtig ist, darf nicht glauben, sein mögliches Höchstalter einfach und bei guter Gesundheit zu erreichen. Macht man doch Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen, Stress, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung für eine Reihe von Krankheiten, wie Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, Herzkreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen und einen vorzeitigen Tod verantwortlich. Die Mediziner sprechen hier auch von dem metabolischen Syndrom. 

Gesundheit; das macht Mut 

Auch wer sich einige Risikofaktoren zugelegt hat, kann jederzeit wieder an verloren gegangener Lebensqualität und Gesundheit gewinnen und seine Lebenserwartung erhöhen, wenn er es denn wirklich will und bereit ist, für seine Gesundheit zu kämpfen. Hat man den festen Plan dazu gefasst, ohne den geht es nicht, dann sollte jeder nicht morgen mit der Diät, der Nikotinentwöhnung, dem gesunden Essen und der Bewegung beginnen, sondern gleich jetzt. Da gibt es keine Zeit zu verlieren. Wie sieht denn nun „gesund Leben“ aus? 

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Starte jetzt in dein gesundes Leben!

Ein bisschen Wissen über die Gesundheit gehört dazu 

Denn optimalen Erfolg hat man nur, wenn man es denn richtig macht. Das nötige Wissen dafür kann sich jeder aus einem Gesundheitsblog, Ratgeber Gesundheit, Gesundheit News, Bücher über gesund Leben und dem Magazin der Apotheke holen. 

Alles für die Gesundheit: richtige Ernährung 

Wer gesund leben will, braucht auch die richtige Ernährung. Dazu gehören viele frische, pflanzliche Produkte, viel Eiweiß, vor allem Milch, Käse und Quark. Dazu viel gesunder Fisch und weißes Fleisch. Wer keine tierischen Produkte verwenden will, kann auch Soja in unterschiedlichen Variationen nutzen. Viele interessante Rezepte und Tipps dazu kann man in Gesundheit News oder einem Gesundheitsblog finden. Die Aufnahme weniger Kohlehydrate ist hingegen gut für die Gesundheit und wenn Kohlehydrate, dann möglichst ballaststoffreiche Vollkornprodukte. Zucker hingegen sollte jeder der Gesundheit zuliebe meiden. 

Gesund leben: Sport und Fitness gehören dazu 

Sport hält jeden fit und dient somit der Gesundheit. Zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr gehen etwa 30 – 40 Prozent der Muskelmasse verloren. Dieser Kräfteverlust ist mit ein Grund für die häufigen, gefährlichen Stürze älterer Menschen, für Rückenbeschwerden und Osteoporose. Durch Sport und Muskelaufbau- beziehungsweise Muskelerhalt können diese Gefahren aber minimiert werden. Außerdem benötigt auch der menschliche Kreislauf für seine Gesundheit, die regelmäßige Bewegung. Dazu braucht es keiner teueren Fitnesskurse. Joggen, Fahrradfahren, Therabänder und Hanteln können wirksam zur Gesundheit beitragen. Mehr zum Thema Sport und Fitness findet ihr hier.

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Nahrungsergänzungsmittel und Gesundheit 

Wie heißt es doch immer: „Nahrungsergänzungsmittel aus der Apotheke können eine richtige Ernährung nicht ersetzen“. Das ist auch richtig so, denn nichts geht über täglich frisch gekauftes Obst und Gemüse, das man sofort schonend zubereitet oder als köstlichen Smoothie schlürft. Aber Gemüse und Salat, die man schon längere Zeit im Eisschrank liegen hatte, haben oft kaum mehr Nährstoffe und Vitamine. Wem es jedoch aufgrund beruflicher Arbeitszeiten oder sonstiger Lebensumstände nicht möglich ist, täglich ist frisch einzukaufen, für den können Nahrungsergänzungsmittel  aus der Apotheke eine Alternative sein. 

Beauty und Gesundheit 

Dass Körperpflege wichtig ist, ist den meisten Menschen klar. Denn nur wer regelmäßig duscht oder ein Bad nimmt, kann die Haut von Schmutz und überschüssigen Fett befreien, auf der sonst Pilze und Hautkrankheiten ein leichtes Spiel haben. Dazu gehört auch regelmäßiges Haarewaschen, denn durch eine sanfte Reinigung mit einem rückfettenden Shampoo, werden Juckreiz, Entzündungen und Trockenheit vermieden. Aber auch eine unzureichende Mundhygiene kann dem gesamten, menschlichen, Organismus schaden. Denn die Basis für Wohlbefinden und Gesundheit ist eine gesunde Mundflora. Ab und zu ein Beauty Tag ist nicht nur gut für die Haut sondern auch für das seelische Wohl.  

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Krankheitssymptome vorzeitig erkennen 

Damit sich jeder seine Gesundheit möglichst lange erhalten kann, sollte niemand evtl. Krankheitssymptome ignorieren, sondern lieber den Arzt konsultieren. Denn früh erkannte Krankheiten können leichter behandelt werden, als wenn sie sich schon etabliert haben. Auch hier heißt es: „Vorsorge ist besser als Nachsorge“. Tipps für die Gesundheit kann man ebenfalls in einem Gesundheitsblog, in Gesundheit News oder Ratgeber für Gesundheit nachlesen. So sollten denn auch die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen, der Gesundheit zuliebe, wahrgenommen werden. 

Eine Therapie machen 

Ist man erkrankt und schlägt der Arzt eine Kur vor, dann sollte man diese auch in Anspruch nehmen, denn durch die permanente Anwesenheit, kann der Erkrankte besonders gut therapiert werden. Außerdem werden in den Kuranstalten viele, für alle nützliche Vorträge abgehalten. Über die Gesundheit, gesund leben und wie jeder am besten mit seiner Krankheit zurechtkommt. Hat jemand psychische Probleme, findet dieser dort ebenfalls entsprechende Ansprechpartner. Auch Depressionen sollten niemals als Lappalie abgetan werden, sondern vielmehr eine regelmäßige Therapie nach sich ziehen. 

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Reisen und Freizeit 

Urlaub und verreisen, das wird von den meisten Menschen das ganze Jahr herbeigesehnt. Können sie doch dann endlich mal dem täglichen Stress entrinnen und die Seele baumeln lassen und nur das tun, was diesen selbst am Besten gefällt. Das gibt der Gesundheit einen speziellen Kick, wonach die Alltagsprobleme wieder leichter bewältigt werden können. Neue Menschen und Gegenden kennenlernen, öffnen zudem die Seele und bringen diese oft wieder ins Lot. 

Gehirn und Psyche 

Das Hirn ist die Schnittstelle zwischen Körper und Geist. Längst hat man erkannt, dass Gedanken Krankheiten auslösen können. Denn wer voller Hass mit sich und der Welt durchs Leben geht, bekommt nicht nur viele hässliche Zornesfalten, sondern schadet auch seiner Psyche und Gesundheit. Eine gute Alternative stellt Yoga dar, das den seelisch, körperlichen Ausgleich wieder herstellen kann und damit ein mehr an Gesundheit bringt. 

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Haushalt und Wohnen 

Im häuslichen Bereich sollte jeder darauf achten, keine Stoffe und Chemikalien zu verwenden, die der Gesundheit schaden. Zur Reinigung von Böden und Fenster muss man nicht gleich die chemische Keule auspacken. So reicht meistens Wasser allein oder der Zusatz von etwas natürlicher, schwarzer Seife, die auch ein hervorragendes Mittel gegen Blattläuse ist. Muss Schimmel in der Wohnung beseitigt werden, der trotz guten Lüftens aufgetreten ist, so hilft reines Isopropanol 99,9 % aus der Apotheke vorzüglich. Da bedarf es keiner aggressiven Anti-Schimmelmittel der Chemiehersteller. Auch Raumsprays sollten vermieden werden, damit Mensch und Tier im Haushalt gesund leben können. 

Gesund leben mit Haustieren 

Hunde bringen durch das tägliche, mehrmalige Gassigehen ihren Besitzern nicht nur Bewegung, die gut für die Gesundheit ist, sondern härten diese damit gleichzeitig gegen Erkältungskrankheiten ab. Außerdem tut das Streicheln eines warmen Tierfells der Seele und Gesundheit gut. Wer für einen Hund nicht mehr gut genug zu Fuß ist, kann seine Einsamkeit auch durch die Anwesenheit von Katzen vergessen. Außerdem geben Haustiere ihren Besitzern das Gefühl gebraucht zu werden, was für die Gesundheit besser ist als Antidepressiva aus der Apotheke. 

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Familie und Gesundheit 

Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich und sollten deshalb mit diesen regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen, da kleinere Kinder selbst meist noch nicht gut Auskunft über ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit geben können. Wertvolle Tipps zum Thema Kinderkrankheiten und deren Behandlung erhält man auch in einem Gesundheitsblog oder einem Ratgeber zur Gesundheit. Dort ist auch viel über die richtige Ernährung von Kindern zu erfahren, wie diese möglichst ohne schädlichen Zucker durch das Leben gehen können. Ungesüßte Tees sind viel besser für die Gesundheit als zuckerhaltige Limonaden.



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Ohren anlegen: Dass müssen Patienten über den Eingriff wissen

 

Im Kinder- und Jugendalter wird man von Schulfreunden geärgert, als Erwachsener scheut man den Blick in den Spiegel: Wer unter abstehenden Ohren leidet, wünscht sich häufig nichts sehnlicher als eine kurze und schmerzlose Operation, um dem Übel Abhilfe zu schaffen. Die moderne Medizin kennt einige Operationsmethoden, die hier angebracht sind, dazu gehören z.B. die minimal-invasive Fadenmethode, bei der das Ohr dauerhaft mit einem Faden in der richtigen Position gehalten wird oder die klassische Technik, bei der der Knorpel abgeschabt wird. Was also müssen Patienten wissen, die sich die Ohren anlegen lassen wollen? Welche Operationsmethoden gibt es, und wo liegen die Risiken? Weitere Informationen.

Ein Routineeingriff in der ästhetischen Chirurgie

Die Korrektur von abstehenden Ohren gehört heute zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang deshalb auch von einem Routineeingriff, der Jahr für Jahr bei unzähligen Patienten vorgenommen wird. Schon in jungen Jahren ist eine OP möglich. Dadurch kann auch Jugendlichen geholfen werden, die unter der störenden Optik leiden. Ein Eingriff ist medizinisch betrachtet fast immer sinnvoll, wenn Sie seit vielen Jahren unter dem Aussehen Ihrer Ohren leiden oder wenn Sie Ihre Ohrläppchen aus ästhetischen Gründen als nicht attraktiv betrachten. Medizinisch gesehen sind abstehende Ohren übrigens seltener ein Problem. In der Regel sind große Ohrläppchen oder gerissene oder hängende Ohrläppchen ebenso wie die gefürchteten abstehenden Ohren ein eher ästhetische Herausforderung, die man mit einem operativen Eingriff gut behandeln kann. 

Vor jeder OP steht die Beratung

Die Ursache für abstehende Ohren liegt in einer fehlerhaften Entwicklung des Knorpels. Er sorgt dafür, dass die Ohren in einem Winkel von deutlich über 30 Grad vom Kopf abstehen. Auch eine stark geformte Ohrmuschel kann ein Grund für abstehende Ohren sein. Obwohl es sich hier um einen sehr häufig vorgenommenen Eingriff von erfahrenen Fachärzten handelt, ist vor jeder OP eine  individuelle Beratung nötig.

Dabei gilt es auch, den Gesundheitszustand des Patienten zu analysieren. Darauf abgestimmt empfiehlt der Chirurg eine Behandlungsmethode und beantwortet alle Fragen zum geplanten Eingriff sowie zur Nachsorge. In der Vorbesprechung wird auch die geeignete Form der Operation genau erörtert. Erst wenn der Patient keine Fragen mehr hat und sich rundherum gut informiert fühlt, sollte er sich für oder auch gegen diese OP entscheiden. Einem erfahrenen Mediziner ist daran gelegen, alle Ängste und Bedenken zu beseitigen, die mit einem operativen Eingriff fast immer verbunden sind. Deshalb lohnt es sich, zuerst das klärende Gespräch mit einem Facharzt zu suchen, bevor man sich für die Operation entscheidet. 

So läuft ein chirurgischer Eingriff ab

Bei einer klassisch-chirurgischen Operation wird hinter den Ohren an der Rückseite ein Stück der überflüssigen Haut abgenommen. Der Schnitt wird üblicherweise an der Ohrmuschel gesetzt, so dass er auf den ersten Blick kaum sichtbar ist. Durch den Schnitt wird der Ohrknorpel freigelegt. Er wird im Anschluss bearbeitet, so dass sich das Ohr ohne Spannung anlegen lässt. Der Knorpel wird bei diesem Eingriff so verändert, dass die gesamte Ohrkontur in einer neuen Form modelliert wird. Die Ohrmuschel kann dabei in ihrer Form und Größe so angepasst werden, dass Ihren Vorstellungen von einem optisch ansprechenden Äußeren weitgehend entspricht.

Durch diesen Eingriff lassen sich auch bestehende Asymmetrien an den Ohren leicht beseitigen. Danach wird die kleine Wunde mit einer Naht geschlossen. Da sich die Naht an der Rückseite der Ohrmuschel befindet, ist sie weitgehend verborgen. Dadurch ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen, dass Sie diesen Eingriff durchgeführt haben. 

Der klassisch-chirurgische Eingriff dauert rund 90 Minuten. Er wird bei einer örtlichen Betäubung vorgenommen. In der Regel ist ein anschließender Aufenthalt im Krankenhaus nicht nötig. Sie können die Klinik schon nach wenigen Stunden wieder verlassen. Unmittelbar nach dem Eingriff setzt Ihnen Ihr Arzt einen Verband, den Sie einige Tage lang tragen sollten. Nach etwa zehn Tagen werden die Fäden gezogen. Damit der Heilungsprozess danach beschleunigt wird, sollten Sie in den kommenden drei Wochen lang in der Nacht ein Stirnband tragen. Dadurch lässt sich ein Abknicken des korrigierten Ohres verhindern, der Heilungsprozess wird außerdem beschleunigt.

Leichte Schwellungen sind nicht außergewöhnlich, sie dürften nach wenigen Tagen wieder verschwinden. Auch eine erhöhte Empfindlichkeit bei Berührungen sollte nach kurzer Zeit erledigt sein. In den ersten vier Wochen nach dem Eingriff sollten Sie auf sportliche Aktivitäten so weit wie möglich verzichten, um die Heilung nicht zu gefährden. 

Was man zum Eingriff mit Implantaten wissen muss

Eine recht neue Form der Ohrenkorrektur ist die Methode EarFold. Dabei werden Implantate im Ohr gesetzt, damit die Ohrmuschel sich in die gewünschte Form fügt. Im Vergleich zum chirurgischen Eingriff ist die OP etwas kürzer. Sie wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sie sehen das Ergebnis sofort, ein Verband um den Kopf herum muss dabei nicht getragen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einem komplikationslosen Eingriff keine längeren Krankheits- oder Fehltage im Beruf oder in der Schule zu befürchten sind.

Die eingesetzten Implantate bestehen aus dem Stoff Nitinol, sie sind mit einer Goldbeschichtung versehen. Dadurch ist eine sehr hohe Verträglichkeit gewährleistet, und die Implantate sind sehr stabil in ihrer Form. Auch für kleine Kinder ab einem Alter von sieben Jahren ist die Behandlungsmethode geeignet. Interessant ist, dass sich die kleinen Implantate an verschiedenen Stellen an der Ohrmuschel anbringen lassen. Dadurch lässt sich das Ohr sehr individuell formen, so wie es Ihren Wünschen entspricht.

Die OP-Methode eignet sich gut für Patienten, die eine schwach ausgeprägte Ohrfalte haben. Interessant ist die Behandlung auch deshalb, weil der Mediziner schon vor dem Eingriff recht problemlos eine Simulation des voraussichtlichen Ergebnisses vornehmen kann. Dadurch haben Sie von Anfang an einen Eindruck, wie Ihr Ohr nach der Behandlung aussieht. 

Die OP selbst wird mit örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt. Es handelt sich um einen minimal-invasiven Vorgang, die OP dauert in der Regel maximal 20 Minuten. Eine Entfernung der Haut hinter dem Ohr ist nicht nötig. Lediglich an der großen Ohrfalte werden einige kleine Schnitte in die Haut eingebracht, in denen die Implantate positioniert werden.  Direkt nach dem Eingriff kann es zu kleinen Schwellungen kommen, die nach einigen Tagen abheilen. Die Heilung sollte nach rund einer Woche weitgehend abgeschlossen sein. Sollte es nach einigen Jahren zu Problemen mit den Implantaten kommen oder wollen Sie diese entfernen lassen, ist das ohne großen Aufwand möglich. 

So funktioniert die Fadenmethode

 Eine Alternative zum chirurgischen Eingriff ist die Fadenmethode. Auch dabei wird der Ohrknorpel durch einen Schnitt auf der hinteren Seite des Ohres freigelegt. Der Knorpel wird dann ausgedünnt, das Ohr wird in die gewünschte Position gebracht. Der Knorpel muss danach nur noch mit einer Naht befestigt werden, der Hautschnitt wird mit einer separaten Naht verschlossen. Soll der Knorpel nicht freigelegt werden, kann er durch einen kleineren Schnitt mit Hilfe einer Feile verkleinert werden. Die verbleibende Narbe ist dadurch ein wenig kleiner, muss aber ebenfalls genäht werden. Der Eingriff kann bis zu zwei Stunden dauern, danach muss der Patient einige Tage einen Mützenverband tragen.

Bei dieser Variante der OP kann es ebenfalls zu Blutergüssen, zur Narbenbildung oder zu einer Unverträglichkeit des verwendeten Fadenmaterials kommen. In diesem Fall ist damit zu rechnen, dass die Ohren irgendwann in ihre ursprüngliche Position rücken. Die meisten Beschwerden gehen innerhalb von einigen Wochen zurück, so dass man nichts mehr von dem Eingriff sieht. Bei dieser OP ist ebenfalls in den ersten sieben Tagen ein Verband zu tragen, rund drei Wochen danach sollten Sie ein Stirnband tragen, um die Ohren in ihrer neuen Position besser zu fixieren. 

Welche Form der Operation für Sie optimal geeignet ist, legt der Arzt erst nach einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen und nach einer sorgfältigen Diagnose fest.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Dr. Merck

 

 

 

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